7 schöne und abwechslungsreiche Radtouren um München

Top 7 Radtouren Beitragsfoto

Langsam grüßt uns der Frühling, das Eis schmilzt und die Blumen blühen. Im Winter konnten wir herrliche Spaziergänge genießen, doch es kann für den ein oder anderen auch etwas schneller gehen. Es ist an der Zeit die alten Drahtesel aus dem Keller zu holen und Fahrradhelme aufzusetzen. Wir zeigen Ihnen 7 aufregende Radtouren in und um München. Keine Sorge, wir habe sowohl kurze, als auch lange Strecken parat.

Englischer Garten München Schwabinger Bach
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Gemütlich durch den Englischen Garten

Vom Maximilianeum, entlang der Isar, durch den Englischen Garten zur Eisbachwelle

Trotz der zentralen Lage bietet der Englische Garten sich perfekt für gemütliche Radtouren an. Am besten starten wir am Maximilianeum. Von dort aus fahren wir Richtung Norden und folgen ganz einfach dem Verlauf der Isar. Ganz bald kommen wir auf dem Weg am Friedensengel vorbei. Immer wieder ein schöner Anblick. Danach geht’s immer weiter bis zur St.Emmeram-Brücke, die wir anschließend überqueren. Nun sind wir auch schon im Englischen Garten und fahren bis zum Aumeister Biergarten. Sobald die die Corona Maßnahmen es erlauben, kann man hier gemütlich ein kühles Radler mit gutem Essen genießen. Von hier aus folgen wir ganz einfach dem Schwabinger Bach, der entlang des Englischen Gartens verläuft und uns Richtung Innenstadt führt. Am Kleinhesseloher See kann man die schöne Fauna genießen und bei schönem Wetter ein Tretboot ausleihen. Weiter den Bach entlang, kommen wir irgendwann bei der Eisbach-Brücke an. Wir biegen dann links ab und machen einen Halt bei der Eisbachwelle. Zum Abschluss können wir hier die Surfer beim Welle reiten beobachten.

Länge: 15 km
Dauer: ca. 1 Stunde
Tourencharakter: Kleine entspannte Radtour durch den Englischen Garten und in sehr zentral.

Radtour Englischer Garten MVV Karte

Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Karte: MVV-Radroutenplaner

Villa Scheuermann
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Von Weßling an den Ammersee

Tour durch das Fünfseenland

Wir beginnen unsere Radtour am S-Bahnhof in Weßling und wenden uns, mit dem Bahnhof im Rücken, rechts auf die Bahnhofstraße. Diese mündet in die Hauptstraße, der wir ebenfalls nach rechts folgen. Nach nur 200 Metern geht es wieder nach rechts auf die Grün­sinker Straße. So erreichen wir die kleine Wallfahrtskapelle Grünsink mitten in einem Wäldchen. Nach der Besichtigung geht es weiter, bis wir kurz vor der Autobahn links abbiegen und zwischen den Clubhäusern hindurch, mitten über den wohlgepflegten Golfplatz, radeln. Dann geht es weiter über Wiesen und durch ein Wäldchen. Der Weg mündet in eine Teerstraße, der wir zunächst nach rechts, dann an der T-Kreuzung links abwärts bis in den Ort Walchstadt folgen. Unten angekommen biegen wir scharf rechts in die Seestraße ein. Die Vordere Seestraße bringt uns in einem Bogen zu einem Badegelände am Nordufer. Nun geht es in der Hinteren Seestraße weiter. An deren Ende wird der Weg für ein kurzes Stück zu einem schmalen Pfad, bis wir kurz vor Bachern wieder auf einem Feldweg landen. In Bachern radeln wir nach dem kleinen Hafen links in die Fischer­straße und kommen so zum großen Erholungsgelände Oberndorf. Hier haben wir uns am weit in den See hineinragenden Steg eine Pause verdient. Nun geht es am ­Kiosk vorbei über den Parkplatz und schräg gegenüber seiner Einfahrt in den für Autofahrer gesperrten Waldweg. Wir erreichen Schlagenhofen, folgen zunächst der S-Kurve durch den Ort und biegen dann nach den letzten Häusern links in den größeren Feldweg.
Fast schnurgerade geht es nach Süden bald in den Wald. Der Weg mündet in eine Straße, die uns links zum Weiler Ellwang bringt. Nun radeln wir über Felder nach Rausch. Von Weitem schon grüßt der Kirchturm des Klosters Andechs vom Höhenrücken des Ammersees herüber. Letzterer ist unser zweiter See, den wir nach einer rasanten Abfahrt von Rausch, an der Beamten-Fachhochschule vorbei, in Herrsching erreichen.Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Herrsching ein Fischer- und Bauerndorf, dann wurde es von den Münchnern und einigen Künstlern als Tagesausflugsziel und als Urlaubsort entdeckt. Viele der unter Denkmalschutz stehenden Gründerzeitvillen erzählen noch von dieser Zeit. So auch das Scheuermann-Schlöss­chen an der Uferpromenade, das heutige Wahrzeichen von Herrsching. Am Dampfersteg biegen wir in die Seestraße ein und dann links in die Straße am Landungssteg. Sie bringt uns zum S-Bahnhof von Herrsching, wo alle, die nur eine kleine Runde drehen wollten, ihre Radtour beenden können.
Wir radeln weiter nach Norden und queren die Riederstraße in den Radweg, der parallel zu den Gleisen verläuft. Jetzt fah­ren wir durchs Herrschinger Moor und erreichen durch die lang gezogene Seestraße den Ort Hechendorf am Pilsensee. Auch hier können wir an einem netten kleinen Badegelände zum Seeufer hinuntersteigen. Am Ortsende überqueren wir die größere Autostraße geradeaus in den Aubachweg und radeln über die Felder in Richtung Kirchturm Oberalting. An der großen Bundesstraße beginnt der Radweg parallel zur Graf-Toerring-Eichenallee. So kommen wir über Meiling nach Delling. Geradeaus wäre der direkte Weg zurück nach Weßling. Schöner jedoch ist die Fahrt über die Dellinger Höhe. Dafür überqueren wir unmittelbar nach den Häusern in Delling vorsichtig die Bundesstraße und radeln über den Parkplatz der Computerchipfirma in die Mühlstraße. Gleich danach biegen wir links in die Ettenhofener Straße mit ihrer mächtigen Eichenallee. So fah­ren wir mit schönen Aussichten über die Dellinger Höhe zurück nach Weßling. Nun geht es nur noch links durch die Straße Am Karpfenwinkel, an der Kirche Maria Himmelfahrt vorbei und in Ufernähe bleibend um den Weßlinger See. Vom nördlichen Ende ist es nicht mehr weit durch die Hauptstraße zurück zum Bahnhof.

Abfahrt: S8 ab München Hauptbahnhof (Tunnel) Richtung Herrsching alle 20/40 Minuten
Fahrzeit: ca. 50 Minuten
Fahrpreis: 3 Zonen/6 Streifen (einfach), Tageskarte Gesamtnetz
Länge: 50 km
Höhenmeter: 200 m
Dauer: 4.15 Std.
Tourencharakter: Etwas längere Radtour, bei der wir viel Zeit für Besichtigungen und Badestopps einplanen sollten; am Ende der Rundtour leichte Steigungen

Wessling an Ammersee Karte

Foto: Radeln mit dem MVV, J. Berg Verlag, ISBN: 978-3862465306

Markt Schwaben
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Durch den Ebersberger Forst

Von Markt Schwaben, durch den Ebersberger Forst, zum Forsthaus Diana und zurück nach Markt Schwaben

Wir radeln vom S-Bahnhof Markt Schwaben die „Bahnhofstraße“ links hinunter zur Bahnbrücke und rechts weiter in der „Bahnhofstraße“ Richtung Ortsmitte zur „Herzog-Ludwig-Straße“. Hier biegen wir links ab und radeln auf die Kirche zu. An der Kirche folgen wir der „Erdinger Straße“, biegen an der „Schützenstraße“ rechts ein und gelangen in den „Schießstättenweg“. Hier biegen wir rechts ab und radeln an der „Loderergasse“ links aus dem Ort hinaus. Vorbei am Sportplatz und Schützenheim radeln wir über die Sempt an den Waldrand und biegen in den Weg rechts zur Wagmühle ein. Hier nehmen wir den Weg vor zur Staatsstraße und radeln auf der „Graf-Sempt-Straße“ über die Autobahn nach Forstinning hinein zur Kirche an der „Mühldorfer Straße“.
Nun rechts am Rathaus vorbei und geradeaus, der Hauptstraße folgend, gelangen wir in die „Münchener Straße“. Wir radeln am Tiermuseum vorbei, biegen links in die „Parkstraße“ ein und radeln Richtung Ebersberger Forst. Gleich nach dem Waldrand fahren wir links in das „Rothsäuerl-Geräumt“ zum „Kapellen-Geräumt“. Hier biegen wir rechts ein und nach 800 m links in das „Pürsch-Geräumt“ zum Forsthaus Sauschütt.
Auf dem „Ludwig-Geräumt“ vor dem Forsthaus fahren wir rechts zum „Maueranger-Geräumt“ und wieder rechts zum Parkplatz an der Kreisstraße. Hier führt uns das „Hohenlindener-Grenzgeräumt“ zum Forsthaus St. Hubertus. Am Forsthaus radeln wir geradeaus im „Hohenlindener-Grenzgeräumt“ Richtung Antoni-Weiher. An der Kurve stoßen wir auf das „Herdgassen-Geräumt“, biegen rechts ein und nach 1,7 km links zum Forsthaus Diana. Auf dem „Reitöster-Geräumt“ verlassen wir das Forsthaus und biegen nach 3,2 km rechts ab auf den Weg nach Anzing. Vorbei am Sportzentrum in der „Eglhartinger Straße“ stoßen wir auf die „Schwaigerstraße“, die uns rechts nach Obelfing führt.
An der „Parkstraße“ biegen wir links ab und erreichen die Ortsmitte von Anzing. Wir radeln in der „Högerstraße“ Richtung Autobahn und biegen nach der Anschlussstelle links ab in die Straße nach Lindach. In Lindach links, gleich wieder rechts, fahren wir über die Straßenbrücke, gleich rechts unter die Brücke und weiter parallel zur Staatsstraße zum „Lind­acher Weg“ an der Brücke. Hier halten wir uns rechts durch das Poinger Holz und erreichen Poing in der „Lindacher Straße“. Wir biegen rechts in die „Kampenwandstraße“ und in der Linkskurve wieder rechts in den „Osterfeldweg“ zum Wildpark Poing ein. Am Eingang zum Wildpark halten wir uns links zur Bahnlinie und radeln entlang den Gleisen nach Markt Schwaben. „Am Erlberg“ heißt die Straße, die uns in Markt Schwaben an die „Berlinger Straße“ führt. Wir queren sie und fahren die „Bahnhofstraße“ entlang zum S-Bahnhof Markt Schwaben.

Länge: 41 km
Höhendifferenz: 57 m
Dauer: ca. 2,45 Stunden
Tourencharakter: Durch das Waldgebiet des Ebersberger Forstes führt uns die Tour hinauf zum Forsthaus Diana, auf Wegen mit losem Untergrund. Außerhalb des Forstes sind die Wege asphaltiert Einkehren am Weg: Forsthaus Sauschütt, Forsthaus St. Hubertus, Forsthaus Diana, Markt Schwaben, Anzing, Poing

Radtour Ebersberger Forst Karte

Foto: München und Umgebung, Kompass-Karten Verlag, ISBN: 978-3850264114

Keferloh Gasthof
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Durch den Höhenkirchener Forst

Von Hohenbrunn, nach Grasbrunn, durch Dürrnhaar und zurück nach Hohenbrunn

Den S-Bahnhof Hohenbrunn verlassen wir an der „Bahnhofstraße“ links, und radeln parallel zu den Gleisen vor zur „Taufkirchner Straße“. Wir fahren rechts in den Ort zum Rathaus, hier links in die „Jäger-von-Fall-Straße“, am Friedhof vorbei und über die Autobahn in den „Notinger Weg“ nach Riemerling. An der „Ottostraße“ rechts bis zur „Theodor-Heuss-Straße“. Nun biegen wir links ein, an den Behindertenwerkstätten vorbei, queren die „Ottobrunner Straße“ und radeln auf der „Oedenstockacher Straße“ über die „Münchner Straße“ hinweg nach Oedenstockach. Wir folgen der „Keferloher-Markt-Straße“ durch den Ort nach Solalinden und erreichen danach Keferloh. Nach der Tennisanlage halten wir uns rechts, dann links zur Kirche.
Am Gasthaus Kreitmair können wir rasten, oder wir radeln weiter durch die Straßenunterführung auf die andere Seite der Straße, durch das Keferloher Holz Richtung Grasbrunn. Ein Stück an der Autobahn entlang, dann links abbiegen und unter der Autobahn hindurch nach Grasbrunn hinein zum „St.-Ulrich-Platz“ in die Ortsmitte. Hier rechts einbiegen in die „Ekkehartstraße“, dann radeln wir geradeaus zur Kapelle am „Mayrhäusl“ an der Staatsstraße. Schräg gegenüber am Wanderparkplatz beginnt das Grasbrunner Geräumt“, in das wir nun einbiegen. Diese kilometerlange Schneise führt uns, immer leicht bergauf, in den Höhenkirchener Forst. An der Verkehrsstraße radeln wir hinüber, weiter im „Grasbrunner Geräumt“, und gelangen an das „Siegertsbrunner Geräumt“. Wer einen Abstecher nach Siegertsbrunn machen möchte, biegt hier rechts ab. Wir radeln geradeaus weiter, queren die Straße nach Egmating und stoßen auf das „Dürrnhaarer Geräumt“. Hier fahren wir rechts nach Dürrnhaar, am S-Bahnhof Dürrnhaar vorbei und vor zur „Ayinger Straße“. Kurz links, dann rechts nach Faistenhaar. Von der „Dürrnhaarer Straße“ biegen wir rechts in die „Ottobrunner Straße“ ein, dann links in die „Tannenstraße“, und erreichen Hofolding.
Von der „Fichtenstraße“ biegen wir in die „Höhenkirchener Straße“ ein, gelangen an die „Brunnthaler Straße“ und radeln nach rechts auf dem Radweg entlang der Straße nach Brunnthal. In Brunnthal halten wir uns links zur Kirche St. Nikolaus, biegen dahinter rechts in die „Englwartinger Straße“ ein und folgen ihr nach Englwarting. Am Waldrand hinter Englwarting radeln wir rechts durch den Wald über den Golfplatz nach Kirchstockach. Hier fahren wir links zur Kirche, dann rechts in die „Taufkirchner Straße“ und vor zur „Rosenheimer Landstraße“. Gegenüber im „Kirchstock­acher Weg“ radeln wir nach Hohenbrunn und biegen gleich hinter der Bahn links ab zum S-Bahnhof Hohenbrunn.

Länge: 34 km
Höhendifferenz: 55 m
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Tourencharakter: Diese Radtour führt uns auf Wegen mit losem Untergrund ohne nennenswerte Steigungen durch ausgedehntes Waldgebiet. Im Bereich der kleinen Orte sind die Wege asphaltiert Einkehren am Weg: Hohenbrunn, Solalinden, Keferloh, Grasbrunn, Dürnhaar, Hofolding, Brunnthal

Radtour Hoehenkirchner Forst Karte

Foto: München und Umgebung, Kompass-Karten Verlag, ISBN: 978-3850264114

Forst Auferhofer Weiher
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Zum Fischteich der Mönche

Von Oberhaching, durch den Deisenhofener Forst, nach Aufhofen und zurück über Kreuzpullach

Die beiden Weiher sind beinahe gleich groß und gar nicht weit voneinander entfernt, gerade mal vier Kilometer. Während aber der Deininger vielleicht wegen seiner Nähe zu Straßlach und auch wegen des Gasthauses eine gewisse Prominenz erreicht hat, fällt dem Aufhofener Weiher eher die Rolle als Aschenputtel zu. Das ist ganz gut so, denn auf diese Weise bleibt er eine Art Geheimtipp, wenn auch wiederum nicht so geheim, dass er an schönen Tagen nicht gut besucht wäre. Das liegt auch am nahen Gasthof ­Jägerwirt, zu dem das Gewässer gehört und wo noch kein Gast hungrig wieder von dannen ziehen musste. Und wenn man den Trip nach Aufhofen unterwegs noch mit dem Besuch einer prächtigen Barockkirche verbindet, dann wird das ein perfekter Ausflug.
Die Radltour beginnt an der Westseite des S-Bahnhofs in Deisenhofen und wir fahren auf der Sauerlacher Straße an der Bahn entlang nach Süden, überqueren neben der Bahnüberführung die Tölzer Straße und biegen einen knappen Kilometer weiter rechts in die Altkirchner Straße ab. Die zieht sich quer durch den Deisenhofener Forst, vorbei am sogenannten Hirschbrunnen, wo allerdings schon lange kein Rotwild mehr gesichtet wurde. Hier, mitten im Wald, könnte man einen Abstecher Richtung Sauerlach zur idyllisch auf einer Lichtung stehenden St. Anna-Kapelle machen, bei der jedes Jahr am 26. Juli das Annafest gefeiert wird, mit Segnungen und tausenden Gläubigen, Pferdekutschen, Reitern, Bratwurstbuden und Bierausschank. In Altkirchen kreuzen wir die Staatsstraße Sauerlach-Wolfratshausen und gelangen zu den Weilern Klein- und Großeichenhausen, wo auch wirklich noch große Eichen stehen. Auf einigen der Bauernhöfe wird außerdem hervorragender Obstler gebrannt.
Nun geht es rechts weg nach Endlhausen und dort wiederum nach Eulenschwang, einem verträumt wirkenden Ensemble von wenigen Bauernhöfen mit Seerosen auf dem Dorfweiher und einer Kapelle. Der Name hat übrigens nichts mit nachtaktiven Raubvögeln zu tun, sondern weist auf einen Grundherrn aus dem 10. Jahrhundert hin, der Egilo hieß. Von hier fährt das Radl einen langen Berg hinunter fast von alleine bis Aufhofen. Der Jägerwirt kann warten, jetzt geht’s geradeaus zum Weiher. Der ist an drei Seiten von Schilf umgeben, doch am westlichen Rand gibt es zum Einstieg Stufen und sogar ein Geländer. Ein paar Bänke, Schatten spendende Bäume und eine Liegewiese runden das Wohlbefinden ab. Eintrittsgeld wird nicht verlangt. Wahrscheinlich hofft der Jägerwirt, dass die Badegäste danach auch seine Gäste sind. Ihm gehört ja der Weiher. Groß ist das Gewässer nicht, nur 260 Meter lang und 120 Meter breit. Und er ist auch kein Relikt aus der Eiszeit. Der Abt des Klosters Schäftlarn ließ ihn 1720 als Fischweiher anlegen, denn damals herrschte wieder einmal Hungersnot und Fisch war die preiswerteste Nahrungsquelle.
Auf dem Rückweg wollen wir noch die Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzpullach besuchen, einem Wallfahrtsort, an dem schon 778 n. Chr. ein damals noch hölzernes Gotteshaus bezeugt ist, das der Freisinger Bischof Arbeo geweiht hatte. Um dorthin zu gelangen, radeln wir gleich östlich neben dem Jägerwirt in Aufhofen hinab zum Weiher, vorbei an einer kleinen Josefskapelle und geradeaus in den Wald. Bei der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab nach Holzhausen, halten dort kurz links, dann weiter nach Ebertshausen, Jettenhausen und Oberbiberg. Der Gasthof Kandler dort diente schon als Kulisse für manchen Film, und der Hof schräg gegenüber war Drehort für den Streifen „Sommer in Orange“. Vom Ortsausgang nach links führt ein Sträßchen direkt nach Kreuzpullach. Die heutige Barockkirche, erbaut 1710, ist bestimmt weitaus prunkvoller als das frühere Kirchlein, stammen doch der rote Marmor für Säulen und Boden vom Tegernsee und die Planung aus der Werkstatt des Münchner Hofbaumeisters Giovanni Antonio Viscardi. Der Stuck wird dem Wessobrunner Johann Georg Bader zugeschrieben und die Fresken Johann Bergmüller. Das Ensemble erhält seine besondere Prägung durch das nebenan einst zusammen mit der Kirche erbaute Schlösschen, das ehemalige Benefiziatenhaus. Neben diesem Schlösschen führt uns der Weg über die Felder und durch den Wald bis zur Autostraße, neben der wir auf dem Radweg nach Deisenhofen gelangen. An der Bahnüberführung links geht es zum Bahnhof.

Anfahrt und Ausgangspunkt: Mit der S-Bahn nach Deisenhofen oder mit dem Auto auf der A 995 von Giesing zur Ausfahrt Oberhaching, dann durch den Ort zum Bahnhof. Start ist auf der Westseite der Gleise.
Länge: 30 km
Höhenunterschied: 200 m
Dauer: 3 Stunden
Tourencharakter: Rund 7 km befes­tigte Forststraße, sonst verkehrsarme geteerte Nebenstraßen
Einkehr: Waldhaus Deininger Weiher

Radtour München Deisenhofener Forst Karte

Foto: Mit Bike und Badehose, Süddeutsche Zeitung Edition, ISBN: 978-3864971891

Isar Buchenhain
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Ab in den Süden nach Buchenhain

Vom Thalkirchner Campingplatz, durch Pullach nach Buchenhain und zurück am Rosengarten vorbei

Jetzt wo der Frühling sich nähert und das Wetter besser wird, ist die Isar der perfekte Wegbegleiter für eine Radtour. Wir starten unsere etwa dreistündige Fahrt vom Thalkirchner Campingplatz und radln Richtung Heilmannstraße und folgen anschließend einfach dem Verlauf des Flussufers. Nach gut 30 Minuten Fahrt erreichen wir den Ort Pullach. Danach führt uns der weitere Weg durch den Wald nach Buchenhain. Hier finden der Isarwehrkanal und der Hauptfluss wieder zusammen. Von der Anhöhe im Wald hat man einen wunderschönen Blick auf die Isar und die Natur. Auf dem Rückweg haben wir die Möglichkeit eine kleine Pause im Hotel Gasthof Buchenhain zu machen. Hier erwarten uns leckere Speisen und kühle Getränke. Danach geht es weiter, bis wir bei der Großhesseloher Brücke auf die rechte Seite der Isar wechseln. Denn jetzt geht es wieder an der Isar entlang Richtung Innenstadt. Der Weg, der sich entlang der Isar schlängelt führt uns dann letzten Endes zum Rosengarten. Ein unglaublicher Anblick im Frühling, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Über die Wittelsbacher Brücke gelangen wir wieder auf die andere Seite der Isar. Hier halten wir uns links und folgen dem Kanal bis zur Tierparkstraße. Einige Meter weiter erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Route.

Länge: 30 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Tourencharakter: Aussichtsreiche Radtour entlang der Isar und durch Wälder

Radtour Isar Buchenhain Karte

Foto: Alpenflusslandschaften
Karte: MVV-Radroutenplaner

Schloss Blutenburg
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Kurze Fahrt zum Schloss Blutenburg

Vom Maximiliansblatz, vorbei am Schloss Nymphenburg, Richtung Schloss Blutenburg

Eine Fahrt zum Schloss Blutenburg hört sich für viele bestimmt erstmal weiter an als es ist, vor allem für uns Münchner, die rechts der Isar wohnen. Tatsächlich erreicht man das Ziel in unter einer Stunde – vorausgesetzt wir starten vom Maximiliansplatz. Von hier aus folgen wir der Brienner Straße, die uns ganz automatisch zur Nymphenburger Straße führt. Und wie Sie sicher bemerkt haben, führt uns die Straße (wie der Name schon sagt) direkt zum Schloss Nymphenburg. Denn trotz dieser kurzen Radtour, nehmen wir nicht nur ein, sondern gleich zwei Schlösser mit. Hier können Sie entweder weiterfahren oder einen entspannten Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark genießen. Denn das Fahrrad muss leider draußen bleiben. Danach geht’s weiter entlang an der Amalienburgstraße und Verdistraße. Wenn Sie das Schloss Nymphenburg erst für den Rückweg eingeplant haben, dann haben Sie jetzt innerhalb 45 Minuten das ehemalige Jadschloss Blutenburg erreicht. Die herrliche Lage des alten Gemäuers lässt einen erstaunen. Man könnte meinen, dass hier die Zeit stehen geblieben wäre. Der Schlosspark bietet auch viele Skulpturen, die man bewundern kann. Eine ruhige Gegend, ideal für Fahrradfahrer. Auf dem Rückweg können wir über die andere Seite des Nymphenburger Schlossparks zurück fahren und kommen auch am Hirschgarten vorbei, den Sie in Ihre Routenplanung mitnehmen können. Danach folgen wir der Arnulfstraße, die uns anschließend wieder zurück zum Maximiliansplatz führt. Obwohl die eigentliche Fahrt in gemütlichen 1,5 Stunden zu meistern ist, sollte man sich doch etwas mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten nehmen.

Länge: 21 km
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Tourencharakter: Gemütliche Radtour fast ohne Höhenunterschiede. Es sollte genug Zeit für die Sehenswürdigkeiten eingeplant werden.

Radtour Blutenburg MVV Karte

Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Karte: MVV-Radroutenplaner

Mit Hilfe von MVV-Routenplaner lassen sich auch ganz einfach Fahrradtouren selber planen. Einfach Start und Ziel eingeben, sowie die geplanten Zwischenstopps. Und wenn Sie München doch lieber zu Fuß erkunden wollen, finden Sie hier spannende Spaziergänge durch München, die viel zu erzählen haben.

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