Vorher/Nachher: Ein Bad entsteht im RMH

Die Ausgangssituation:
Viel ungenutzte Fläche Der perfekt ausgestattete Versorgungsschacht teilt das offene Dachstudio zwischen Schlafbereich und Homeoffice

Das Ergebnis:
„En Suite“ macht es möglich: Besonders unter dem Aspekt der totalen Privatsphäre scheint eine Symbiose aus Schlaf- und Badezimmer absolut sinnvoll. Die Lessings wünschten sich eine eigene kleine Wellnessoase und sind begeistert von dem Ergebnis

So schön ist die neue Bad-Kultur: Nach dem Aufwachen mit ­wenigen Schritten ins eigene Badezimmer wechseln, ohne Weg über den Flur, ohne Rangeleien mit Familienmitgliedern vor dem Familienbad – dieses Stück alltäglicher Luxus wurde mit einer hübschen „Elternzone“ in einem klassischen Reihenmittelhaus Realität
Spießig, uniform, klein – das Image von Reihenhäusern könnte durchaus besser sein. Und dennoch gehört das Wohnen in Reih und Glied zu den begehrtesten Wohnformen für junge ­Familien. Alles eine Frage der Perspektive – oder der Vorurteile. Familie Lessing bewohnt ein solide gebautes RMH in einer Gemeinde am östlichen Stadtrand von München, das aufgrund seiner bescheidenen Schlichtheit überzeugt hat. Der einladende Wohn-Essbereich, zwei überdurchschnittlich große Kinderzimmer und das großzügige Dachstudio für die Eltern lassen fast keine Wünsche offen. Fast! Denn die akzeptierte „Schlichtheit“ deckt mit dem Heranwachsen der beiden Kinder einen Engpass auf. Das Familien-Badezimmer – ein für RMH üblich fensterloser Raum, in dem es zur morgendlichen und abendlichen Prime-Time für die Familienmitglieder und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse heiß hergeht. Hier wäre eine ausgeklügelte Planung vonnöten! Statt aber nun viel Zeit und Geld in die Renovierung dieses Zimmers zu investieren, entschlossen sich die Eltern dazu, ihren Kindern das Badezimmer im ersten Stock großzügig zu überlassen, um sich in ihrem Reich unterm Dach eine kleine, höchst persönliche ­Wellnessoase zu schaffen. Häufig sind seitens der Bauträger bei jüngeren Häusern bereits beste Vor­aussetzungen geschaffen worden, ein Bad im DG nachzurüsten. So auch in diesem Fall. Alle Leitungen sind im Versorgungsschacht vorhanden und selbst die Dämmung der Schräge wurde bereits für Feuchträume verbaut. 

Die Rohbauphase:
Der Teppich wird im späteren Badbereich entfernt, Elektro- und Wasserleitungen werden überprüft und vorbereitet. Der Rohbau aus Trennwänden teils in Leichtbauweise und teils aus festem Mauerwerk steht

Wir begleiten die Familie bei der Entstehung ihres „Bad en Suite“ und möchten den vielen Reihenhausfamilien ein Beispiel dafür geben, sich im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten architektonisch zu verwirklichen und das Eigenheim mit überschaubarem Aufwand mit echtem Mehrwert zu verwöhnen.

„Unsere tägliche Bad-Routine ist bis dato meistens anstrengend, mit Zeitdruck sowie mit einer Vielzahl an Verpflichtungen verbunden, die es uns selten erlauben, im Badezimmer zu entspannen oder uns zu amüsieren“, schildert Anita Lessing die Ist-Situation im Familienbad. „Hier soll der neue Bad-Bereich Abhilfe schaffen.“ Da sich im Dachgeschoss bereits Schlaf- und Arbeitsbereich befinden und dort auch behalten werden sollen, ist es der Wunsch des Ehepaares, einen Bad-Bereich offen im Dachstudio zu integrieren. Der Reiz eines „Bad en Suite“ ist schnell erklärt: Schlafzimmer und Bad zu verbinden, erscheint den beiden besonders unter dem Aspekt der totalen Privatsphäre sinnvoll. Mit niemandem teilen müssen, keinem Fremden Einblicke in die ganz privaten Gemächer gewähren und bei der Gestaltung auf nichts als die eigenen Ansprüche an Praktikabilität und Ästhetik Rücksicht nehmen. „Zugegeben“, erzählt Frau Lessing, „zumindest ganz zu Beginn hat man schon die freistehende Badewanne im Schlafzimmer im Sinn. Das ist machbar, aber mit erheblichem Aufwand verbunden. Wir haben uns rasch dazu entschlossen, den allgemeinen Aufwand so gering wie möglich zu halten.“ Grundsätzlich sollten alle Funktionsbereiche erhalten bleiben. Bett, Schrank und Schreibtisch sollten an ihren ursprünglichen Plätzen bleiben, nur die Fläche um den Versorgungsschacht wurde für das Projekt reserviert. Für die Umsetzung standen die Vorgaben Klarheit, Komfort und Budget im Vordergrund. Die reine Ästhetik der Linien sollte auf die Funktionalität reduziert werden. „Einen kleinen Luxus konnte ich bei meinem Mann dennoch durchsetzen“, freut sich die Hausherrin. Auf den Einbau eines gesundheitsfördernden Infrarot-Panels von Repabad legt die gestresste Mutter großen Wert! 

Vorher_Nachher_Badeinbau

Malern & Fliesen:
Großformatige, helle Fliesen lassen den Raum edler und großzügiger wirken. Am Boden und auf den Ablageflächen ahmt die Fliese ein natürlich gealtertes oder gekalktes Holz nach und schafft schöne Übergänge. An der Stirnseite sorgt die farbige Dekorfliese in verschiedenen Formaten für reizvolle Akzente

Für Familie Lessing stand von Anfang an fest, dass das Zusammenführen vom richtigen Baddesign und Schlafzimmer nur was für Experten ist, sie entschied sich dafür, auf Empfehlung die Dienste der Firma Banovo in Anspruch zu nehmen. Das erfolgreiche Münchener Startup für Badsanierungen bietet einen Komplett-Rundum-Service an und setzt auf eine gelungene Fusion aus digital gestützten Prozessen und traditionellem Handwerk. Die Aufforderung „Planen Sie Ihr neues Bad bequem von zuhause aus“ findet allgemeinen Zuspruch bei der Familie. „Uns grauste vor der Tatsache, überhaupt erst einen Handwerker zu finden, der uns möglichst zeitnah zur Verfügung steht. Ganz zu schweigen davon, dass es natürlich nicht bei einem Handwerksbetrieb bleibt. Dazu kommt die zeitliche Organisation der unterschiedlichen Gewerke – als Laien waren wir hier völlig ahnungslos und überfordert“, berichtet Markus Lessing. „Der Tipp eines Bekannten, sich an Banovo zu wenden, war Gold wert!“ 

Montage:
Badkeramiken wie das Waschbecken und das WC werden montiert. Armaturen und Wasserhähne werden angeschlossen und geprüft. Am Schluss der Arbeiten werden die Übergänge zwischen Badkeramik, Fliesen und der beidseiig verspiegelten Duschabtrennung professionell silikoniert

Infrarotheizung von Vasen

Wärme & Erholung:
Der stylishe Infrarotheizkörper von Vasner sorgt für eine angenehme und gleichbleibende Raumtemperatur. Dank des kompakten Infrarotpaneels „Bilbao“ von Repabad wird die Dusche zur Infrarotkabine

„In einem ersten Telefongespräch mit der sympathischen Badplanerin Lilly Kruse unterhielten wir uns über den Baubestand, unsere Wünsche und Budgetvorstellungen. Damit Frau Kruse sich ein erstes Bild machen konnte, schickten wir anschließend den Grundriss des Raumes, Fotos vom Ist-Zustand und einige Inspirationen, die wir über die letzten Monate in diversen Zeitschriften sowie im Internet sammelten. Darauf folgte ein weiteres produktives, zusammenfassendes Telefonat. In einem nächsten Termin gingen wir gemeinsam in einem Online-Livechat Frau Kruses erste 3D-Ansicht unseres Raumes durch. Das war sehr spannend und großartig zu erleben, mit welcher Kreativität die erste Skizze erstellt wurde. Natürlich hatten wir nach der berühmten darüber geschlafenen Nacht noch neue Ideen und Änderungswünsche, die Frau Kruse ganz geduldig und rasch korrigierte. Dann stand die fertige Planung unseres neuen Badezimmers“, erinnert sich der Familienvater. „Anfänglich waren wir schon skeptisch, ob eine Zusammenarbeit am Telefon zufriedenstellend funktioniert, nachträglich stellen wir das überhaupt nicht mehr infrage. Es war super effektiv, einfach und sicher auch extrem zeitsparend.“ Es folgt ein weiterer Online-Livechat zur Besprechung des Kostenplans, der Schritt für Schritt gemeinsam durchgegangen wird. Nachdem die Planung letztendlich verabschiedet wurde, setzte sich sogleich der zukünftige Bauleiter Herr Zank mit den Lesssigs in Verbindung, um einen ersten Vor-Ort-Termin zu vereinbaren, noch einmal alle Maße zu nehmen und um zu prüfen, dass der Planung der Lessings grundsätzlich nichts im Wege steht. Auf dem Fuß folgte das Festpreisangebot, die nötige Unterschrift und die Handwerksarbeiten konnten starten. „Wir danken dem gesamten Team von banovo für den so gut wie reibungslosen Ablauf des Projekts – wir sind mehr als zufrieden und sehr, sehr glücklich mit dem Ergebnis“, verrät uns das Ehepaar Lessing nach der Abnahme. Und tatsächlich: Dieses kleine Wellnessbad ist ein wahrer Gewinn für das Leben im RMH.

Geschafft: Das neue offene Bad bildet das neue Highlight des großzügigen Dachstudios – wir lieben diese innovative elterliche Wellnessoase

Fotos: TGP, Florian Betz, Alexander Weiß

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