Rauf und Runter

Foto: Rug´Society

Baufritz Treppendesign
Viele Wege führen nach oben! Es sind nur wenige Funktionselemente, die sie von einem Geschoss ins nächste bringen - doch Treppen verbinden nicht nur, sondern drücken auch echte Wohnkultur aus.
Es sind besonders die Faktoren Architektur, Platz, persönliche Vorlieben und das Budget, die den Grundstein für eine professionelle Treppenplanung legen. Egal, welche Art Treppe Sie für Ihr Zuhause im Kopf haben – Sie stellen damit wichtige gestalterische Weichen.

T

reppen prägen die Wirkung eines Raumes maßgeblich. In unserer Recherche haben wir gelernt: Eine Treppe zu planen ist durchaus anspruchsvoll. Sie müssen nicht nur gut rechnen können, sondern auch diverse baurechtliche Vorschriften beachten. Denn neben aller Schönheit soll Ihre Treppe ja auch funktional und vor allem sicher sein. Einleitend ist also das Baurecht Ihr bester Ratgeber. Die DIN 18065 sowie die jeweilige Landesbauordnung geben hier bestimmte Maße und Regeln vor. 

Baufritz Treppendesign
Zu einem rundum Sorglos-Angebot gehört auch oft ein individuelles Treppendesign (Baufritz)

Auch Fragen des Brandschutzes sind zu beachten. Unterschieden wird in erster Linie zwischen den „baurechtlich notwendigen Treppen“ und den „baurechtlich nicht notwendigen Treppen“. Für erstere gelten strengere Auflagen, da solche Treppen auch Rettungs- und Fluchtwege sind. Bei baurechtlich nicht notwendigen Treppen sind die Planungsspielräume größer – sicher müssen sie natürlich trotzdem sein. Wer sich über eine neue Treppe bzw. über die Renovierung einer Treppe Gedanken macht, kommt nicht umhin, sich näher mit dem Aufbau einer Treppe zu beschäftigen.

„Treppen haben die Menschen immer schon inspiriert“

Im ersten Teil der Planung werden Ihnen sicherlich Begriffe wie „Treppenlaufbreite“ (die lichte Breite der Treppe) begegnen. Sie muss bei baurechtlich notwendigen Treppen in Häusern mit maximal zwei Wohnungen mindestens 80 Zentimeter betragen, sonst 100 Zentimeter. Oder natürlich die „Treppensteigung“, bei deren Berechnung eine gewisse Affinität für Mathematik durch aus von Vorteil ist. Deren Schrittmaßregel lautet: 2 s (Treppensteigung) + a (Treppenauftritt) = Schrittmaß (muss zwischen 590 bis 650 Millimetern liegen). Die Steigung darf 140 bis 200 Millimeter betragen. Der „Treppenauftritt“ bezeichnet weiterhin die Tiefe einer Treppenstufe. Dieser darf bei baurechtlich notwendigen Treppen in Wohnhäusern mit maximal zwei Wohnungen zwischen 230 und 370 Millimeter betragen, sonst 260 bis 370 Millimeter.

Wenn Sie einen Steigungswinkel (Diagonale zwischen Fußpunkt und Kopfpunkt der Treppe) von 30 Grad realisieren können, ist Ihre Treppe angenehm zu begehen. Der Kraftaufwand ist dann am geringsten. Für „Antritt“ und „Austritt“ der Treppe – also die Flächen am Fuß und am oberen Ende – ist ausreichend Platz zu berücksichtigen. Die senkrechten Elemente unter ihnen sind die „Setzstufen“, sie schließen die Treppe nach unten ab. 

Kragarmtreppen in Buche Natur: Stufe um Stufe ein Unikat. (HCL / Treppen Intercon Steinhaus)

„Dank einer renovierten Treppe erstrahlt das ganze Haus in neuem Glanz“

Treppe „Hybrid Stairs 1“ macht gerne Platz (Bcompact Design)

Wenn Sie einen Steigungswinkel (Diagonale zwischen Fußpunkt und Kopfpunkt der Treppe) von 30 Grad realisieren können, ist Ihre Treppe angenehm zu begehen. Der Kraftaufwand ist dann am geringsten. Für „Antritt“ und „Austritt“ der Treppe – also die Flächen am Fuß und am oberen Ende – ist ausreichend Platz zu berücksichtigen. Die senkrechten Elemente unter ihnen sind die „Setzstufen“, sie schließen die Treppe nach unten ab. 

Nicht zu vergessen ist noch das Geländer zur Seite als Absturzsicherung, die in Deutschland eine Mindesthöhe von
90 cm haben muss.Hier ist zumeist auch gleich der Handlauf integriert, der beim Benutzen nötigen Halt gibt.
Der baurechtlich gesteckte Rahmen lässt in der Praxis viel Gestaltungsfreiheit. Trotz vorgegebener Treppenmaße, werden Treppen durch Ausführung und Materialwahl erst richtig individuell. Je nach Bedarf und zur Verfügung stehendem Platz können Sie also fantasievoll drauflos planen. Besonders die Form Ihrer Treppe ist nun zu ermitteln.

Wünschen Sie sich eine freistehende Treppe, eine wandgebundene Treppe, eine Wendeltreppe oder eine Winkeltreppe? Kommen eher offene oder geschlossene Trittstufen in Frage? Ihre Entscheidung hängt natürlich von den Gegebenheiten und Notwendigkeiten vor Ort ab. Dann stellt sich auch schon die Materialfrage. Ihre Entscheidung sollte die zu erwartende Treppennutzung berücksichtigen – und ob die Treppe im Haus oder draußen aufgebaut wird. 

Eine Wendeltreppe schlängelt sich in spiereischer Leichtigkeit von einem Stockwerk ins nächste (Streger)
Begehbares Verbundsicherheitsglas ist die erste Wahl für Treppenstufen aus Glas (Uniglas)

Holz, Glas, Metall und Beton – Treppen können letzten Endes aus jedem Material gefertigt sein, das auch beim  Hausbau verwendet wird. Hinzu kommen die unterschiedlichsten Beläge für die Trittstufen. Wenn die Treppe der Witterung ausgesetzt ist, hat Stein Vorteile gegenüber Holz. Metall muss gegen Korrosion geschützt werden.

Mexambiente handgemachte Dekorfliesen
Handgemachte Dekorfliesen bringen Schwung auf die Treppe (Mexambiente)

Doch egal ob Ihre Treppe nun draußen oder drinnen ihren Platz findet: Ihre Materialentscheidung sollte daher unbedingt einkalkulieren, wie intensiv die Treppe genutzt wird. Ist sie starker Belastung und hoher Abnutzung ausgesetzt, empfehlen sich Stein oder Metall. Wählen Sie Holz, spielen auch Brandschutz und Holzschutz eine Rolle. Treppenbauer sorgen heute dafür, dass die Treppe nicht nur ein verbindendes Element zwischen Stockwerken ist, sondern als echtes Designobjekt im Haus wahrgenommen wird. Lassen Sie sich fachmännisch beraten und nutzen Sie Austellungen zum direkten „Befühlen“ der Materialien.

AUS ALT MACH NEU

Treppen sind oft die am intensivsten genutzten Flächen in Häusern und Wohnungen. Starker Gebrauch und Alterung stören nicht nur allein das Erscheinungsbild der Stufen  – Auch Sicherheitsaspekte machen eine Treppenrenovierung unumgänglich. Und mit der können Sie gleich das Raumambiente völlig neu gestalten. Wechseln Sie den Stil Ihrer Wohnung und passen Sie die Treppe perfekt darin ein. Oder geben Sie einem geliebten Design einen frischen, modernen Anstrich und verleihen Sie Ihren Räumen eine neue Atmosphäre. Eine Treppe zu renovieren erfordert stets eine gründliche, aufwändige Bearbeitung von Stufen und Tragwerk – also bitte unbedingt einen Fachmann hinzuziehen!

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